ORTF gibt robuste Breite mit natürlicher Ortung, AB liefert majestätische Luftigkeit, Mid/Side erlaubt kontrollierte Anpassungen ohne Phasenchaos. Wir wählen nach Gelände, Windlage und gewollter Erzähldistanz, manchmal auch hybrid. Wichtig ist, dass die Stereobasis nicht prahlt, sondern sich organisch entfaltet. So entsteht eine Szene, in der Sie Insektenflüge positionieren, Wasserläufe staffeln und die senkrechte Tiefe der Felsflanken intuitiv nachzeichnen können, ohne technische Härte.
96 oder 192 kHz bei 24 Bit bewahren Obertöne und Transienten, die im Gebirge entscheidend sind: hauchfeine Nadelgeräusche, leise Steinverschiebungen, fernes Donnergrummeln. Mit 32-Bit-Float sichern wir unvorhersehbare Spitzen ab, wenn plötzlich ein Windstoß oder ein rufender Vogel die Szene aufreißt. Diese Reserven verhindern Pumpen und erlauben subtile Postproduktion. Das Ziel bleibt stets: weniger Bearbeitung, mehr Wirklichkeit, hörbar bis tief in die Ruhe hinein.
Hochlagen verlangen durchdachte Abschirmung: große Windkörbe, elastische Aufhängungen, unauffällige Positionen im Windschatten. Gain-Staging wird konservativ gewählt, damit leise Tapeten nicht unter Vorverstärkerrauschen zerbröseln. Wir halten Kabelwege kurz, prüfen Batterien im Kälteeinfluss und nutzen die Topografie als akustische Mauer. So bleibt der Hintergrund schwarz, nicht klinisch tot, sondern lebendig still, in der feine Details hörbar aufblühen, ohne von Technikgrit vernebelt zu werden.
Wir beginnen oft mit ruhigen Quellen, öffnen dann die Bühne ins Weite und kehren mit nahen Details zurück. Diese Architektur verhindert Ermüdung, weil Kontraste sanft, aber spürbar bleiben. Zwischenstücke sind bewusst länger, damit Sie innerlich nachrücken. So entsteht ein Fädeln aus Motiven, das nicht belehrt, sondern begleitet. Wenn die letzte Welle ausklingt, bleibt eine Stille übrig, die sich vertraut anfühlt, als säßen Sie noch immer am Ufer.
Wir vermeiden abrupte Sprünge und respektieren die natürliche Lautheit. Subtile Steigerungen halten den Fokus wach, ohne nervös zu machen. Limiting bleibt minimal, nur zur Sicherheit gegen unvorhersehbare Spitzen. Dadurch bleibt Textur erhalten: das feine Knirschen, die weiche Luft, die räumliche Staffelung. So kann man lange hören, ohne angestrengt zu werden, und doch erlebt man echte Höhepunkte, die ankommen, weil sie vorbereitet, nicht erzwungen, und deshalb im Gedächtnis verankert sind.
Nach jeder Session laden wir Sie ein, drei Momente zu nennen, die Sie berührt haben, und einen Ort vorzuschlagen, dessen Klang Sie sich wünschen. Schreiben Sie uns, abonnieren Sie die nächsten Veröffentlichungen und teilen Sie die Aufnahmen mit Freunden. Ihre Rückmeldungen steuern unsere Pfade und Zeiten. So entsteht eine gemeinsame Karte aus Höreindrücken, die Triglav nicht abbildet, sondern zum Klingen bringt, von der Quelle bis zum letzten Atemzug der Nacht.
All Rights Reserved.