Zwischen einem frisch geschärften Eisen und einer müden Klinge liegen Welten, die das Ohr deutlicher erkennt als die Hand. Das feine Singen, wenn die Schneide stimmt, und das matte Schaben bei falschem Winkel werden zu unmittelbaren Hinweisen. Teilnehmende lernen, Wartung, Druck und Tempo akustisch zu kalibrieren.
Fichte verrät mit hellem Anschlag ihre Faserführung, während Ahorn trockener antwortet und Schiefer mit sprödem Bruchton warnt. Durch gezielte Klopftests, Schabgeräusche und kontrollierte Vibrationen entsteht ein sensorischer Dialog. Dieses Hören unterstützt präzisere Schnitte, effizientere Webrhythmen und materialgerechte Entscheidungen in anspruchsvollen alpinen Bedingungen.
Zwischen Schlag und Schnitt liegt Stille, die Qualität formt. Achtsame Pausen lassen das Material zurücksprechen, Fehler ankündigen und Tempo regulieren. In geführten Übungen kultivieren wir Schweigen als Werkzeug, das Ermüdung reduziert, Konzentration verlängert und den Fluss stärkt, besonders wenn Bergecho und Wind die Wahrnehmung herausfordern.
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